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Ich kann es nicht ab ...

... wenn Geschichten nonsens sind. Ich schaue ja nicht so viel fern, aber letztens kam Interstellar im Fernsehen, und zumindest die Filmmusik hat es zu einiger Berühmtheit gebracht. Leider gefällt mir die Story ganz und gar nicht und bei näherer Betrachtung gibt es da ganz, ganz große logische Fehler. Ein Hauptelement des Films ist die Zeitdilatation, die den Astronauten alle auf der Erde zurückgebliebenen überleben lässt. Dummerweise ist das so physikalisch unmöglich, vor allem die Szene, wo sie auf dem Planeten landen der das schwarze Loch umkreist und wo aus Minuten Jahre werden. Rein im Prinzip ja ... sooo aber niemals. Der erste ganz große Fauxpas ist das bei der Landung die Sonne scheint. Wie bitte?! Seit wann scheint ein schwarzes Loch?! Dann habe ich das mal aus reiner Neugier durchgerechnet. Ja, eine Zeitdilatation um den Faktor 10.000 ist möglich, das besagt ja die Allgemeine Relativiätstheorie. Die Frage ist nur dann: wie stark muß das Schwerefeld denn sein, um einen solchen Effekt zu erhalten? Ich habe meine Berechnung verlegt, aber da kam etwas ähnliches heraus wie auf der Oberfläche eines Neutronensterns. Und damit sind wir weit, weit unterhalb der Roche-Grenze wo ein fester Körper seinen Zusammenhalt aufgrund der Gezeitenkräfte verliert, heißt: Allein der Gravitationsunterschied zwischen Kopf und großer Zehe würde einen Menschen schlicht atomisieren, wenn das reicht ...

Der nächste Film war Enders Game. Von der Story gefiel der mir schon besser, vor allem der erste Teil wo Ender sich in der Akademie behauptet. Nur der Teil mit den Aliens war mal wieder kompletter Käse. Die Idee dahinter ist ja diese: Die bösen Aliens haben die Erde angegriffen und diese hat nur mit viel Glück überlebt, jetzt erfolgt ein präventiver Gegenschlag um die Gefahr endgültig auszulöschen. Ender hält es für ein Trainingsszenario, macht was von ihm verlangt wird und vernichtet eine ganze Spezies, wenn auch ebenfalls nur mit viel Glück und überragendem taktischen Geschick. Das Problem dabei: jeder der schon mal Command & Conquer oder ein anderes taktisches Spiel gespielt hat weiß das das Wahnsinn ist. Nichts kann so sehr in die Hose gehen wie ein Präventivschlag, der nicht stark genug ist. Man wirft alles in den Angriff, der bleibt stecken und die Antwort überlebt man dann nämlich garantiert nicht. Der Gegner hat dann nämlich überhaupt rein gar keine Lust mehr auf Verhandlungen und es gibt nichts mehr was die verbleibenden gegnerischen Truppen aufhalten könnte. Wenn man zuschlägt, dann doch bitte nur wenn man sicher ist auch die nötigen Kräfte für diesen Schlag zu haben und das ist hier offensichtlich nicht der Fall. Leider gab es das in der Geschichte häufiger. Klar gab es Feldherren wie McClellan, die immer der Meinung waren nicht stark genug zu sein und deshalb nichts zustande gebracht haben - Adolf Hitler hingegen ist in Russland einmarschiert ohne klar definierte, überhaupt erreichbare Ziele und noch dazu ohne die vorherige Baustelle England abgeschlossen zu haben. Die Geschichte lehrt, dass man zwar aggressiv sein muss, das aber kontrolliert. Market Garden war ein Fehlschlag und zu gewagt, Montgomerys Truppe hat das aber weitgehend intakt überlebt.

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