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Starker Tobak

... und warum vielleicht Propaganda das einzig moralisch richtige sein könnte

Man muss schon in der passenden Stimmung sein, damit Introverted Intuition die wirklich bahnbrechenden Erkenntnisse auswirft. In diesem Fall zu den grundlegendsten moralischen Prinzipien.

Soweit ich das beurteilen kann, werden Kriege im wesentlichen aus zwei Gründen geführt:

  1. Man will dem anderen etwas wegnehmen
  2. Man will den anderen seinen Willen aufzwingen

Oft werden beide Faktoren etwas vermischt, aber es gab genug Raubkriege, auch der Krieg Putins in der Ukraine ist im wesentlichen einer. Auf der anderen Seite werden Religionskriege häufig deshalb geführt um dem anderen seine Lebensvorstellung aufzuzwingen. Alternativ war der amerikanische Bürgerkrieg so ein Fall, die Nordstaaten hätten die Südstaaten ja auch einfach ziehen lassen können, dann hätten sie sich eben einen unabhängigen Sklavenhalterstaat gegründet. Aber nein, hier musste der Norden seinen Willen von der Einheit der Nation durchsetzen (und erst in zweiter Linie die Abschaffung der Sklaverei).

Beide Kriegsgründe erscheinen tief verwerflich, moralisch nicht verantwortbar. Sagen wir mal: zumindest für einen Liberalen. Wie wir alle wissen, tendieren Konservative (und dabei eben besonders religiöse) immer gerne dazu, ihre Regeln auch denen aufzuwzingen die nichts davon halten, Beispiele gibt es dafür genug (dass Katar gegen den Willen des Haupt-Biersponsors der FIFA ein Alkoholverbot durchgesetzt hat ist mehr als erstaunlich).

Das Problem ist nur, dass eine Situation in der man tatsächlich zu solchen Mitteln greifen muss gar nicht so unwahrscheinlich ist.

Stellen wir uns mal vor, es befände sich ein Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde und dieser wäre auch groß genug um zumindest unsere Zivilisation auszulöschen. Interessanterweise ist das so ziemlich das Einzige Weltuntergangsszenario, was die Menschheit mit der vorhandenen Technologie abwenden könnte.

In einer Idealwelt würden sich alle verbünden, jede Menge Raketen starten und den Asteroiden ablenken, egal was es kostet, die Alternative ist zwar erleuchtend, aber nur einmal.

Nur, gegeben der Struktur der Realwelt, was macht man wenn die Menschen nicht so mitspielen? Das fängt schon damit an wenn die Menschen in den Fabriken die Raketenteile bauen sich dagegen wehren die 60-Stunden-Wochen zu arbeiten um die Dinger schnell genug fertig zu bekommen und auf ihrer gesetzlichen 35-Stunden-Woche bestehen - und wenn es Spezialisten sind kann man so schnell keine neuen finden und anlernen? Ist dann Gewalt und Zwang gerechtfertigt?

Oder noch schlimmer: Wenn sich für die Ausgaben überhaupt erst mal keine demokratische Mehrheit findet weil die Propagandamaschine der Zweifler den Komet für eine Erfindung von Bill Gates hält der damit heimlich die Raketen für sein Gedankenkontrollsystem starten will? So weit hergeholt ist das nicht, siehe den Protest der Impfgegner. Ist dann ein Staatsstreich und eine Diktatur auf Zeit gerechtfertigt? Oder muss man sein Schicksal akzeptieren und sich auf einen heißen Abgang vorbereiten weil eben die demokratische Mehrheit nicht tun will was getan werden muss? Ich würde Jesus ja gerne mal mit dieser Frage konfrontieren.

So verwerflich das ist - wenn man die Leute mit rationalen Argumenten nicht überzeugen kann und untergehen würde, alternativ nur Gewalt anwenden könnte, dann erscheint auf einmal die Variante der Manipulation mit einem großangelegten Propagandaapparat auf einmal moralischer als die Alternativen. Nur dass eben die Menschen, die ansonsten liberal und rational sind nicht viel von Manipulation und Propaganda halten.

Und noch schlimmer - ich glaube stark dass wir global bereits in einer solchen Situation sind. Zwar nicht mit einem Asteroiden, aber eben mit dem Klimawandel. Die Kausalität ist nicht ganz so zwingend und die Zweifel und die nicht genau zu vorhersagenden Folgen reichen aus um genügend Widerstand zu erzeugen dass sich die Katastrophe mit den vorhandenen Mitteln wohl nicht mehr abwehren lässt. Unter der gegenwärtigen Regierung spielen die USA ja mit, aber China reklamiert für die nächsten 20, 30 Jahre noch steigende Emissionen für sich. Und wer weiß wie die nächsten Wahlen ausgehen.

Und die Maßnahmen auf die man sich tatsächlich einigen kann werden vorne und hinten nicht reichen, es ist viel zu wenig und viel zu spät, das kann man sich zusammenreimen.

Wenn aber so ein nennenswerter Teil der Erde in der derzeitigen Form unbewohnbar wird - was macht man, insbesondere wenn man das Pech hat in einem der stark betroffenen Gebiete sein Land oder sein Leben zu haben? Es ist erschreckend, aber in diesem Kontext scheint es sogar gerechtfertigt, den dritten Weltkrieg auszulösen um die Welt retten zu können indem man alle dazu zwingt den Plan umzusetzen der funktioniert (so es denn einen gibt). Und das ist sehr, sehr starker Tobak. Der moralische Grund reduziert sich schließlich auf die Frage, was am Ende mehr Schäden und Menschenleben fordert.

Ich wäre sehr froh, wenn jemand mit einer philosophischen Gegendarstellung kommt und darstellt dass es am Ende nicht zu dieser Wahl zwischen Teufel und Beelzebub kommt. Nur dass mir niemand mit dem Kölner Motto "Et ass no immer jut jegange" kommt. Die Geschichtsbücher sind voll mit untergegangenen Hochkulturen, die zu einem guten Teil ihr eigenes Grab geschaufelt haben.

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Johnny Doey on :

Dafür gibt es eben die Demokratie, damit nicht ein einzelner Spinner aufgrund ungesicherter Annahmen glaubt, alles ganz genau zu wissen und dann für einen "guten Zweck" die ganze Welt in den 3. Weltkrieg oder in ein weltweites Genexperiment stürzen kann. Nicht nur alle Kriege der letzten Jahrzehnte wurden auf Falschaussagen gebaut, selbst das ZDF berichtet mittlerweile über Impfschäden. Aber so Allwissende wie du werden das nie kapieren. Was sie in ihrer kleinen Scheuklappen-Welt im Griff zu haben glauben, ist für sie schon alles was irgendwie entscheidend sein kann.
Aber erhebe dich nur weiter über andere. Hochmut kommt vor dem Fall, und da bist du grad mitten dabei.
Mit deinem mehr als intoleranten Atheistengequatsche hast du dir die einzige Followerin hier vergrault. Dann zauber eben mal schnell die nächsten 5 aus dem Hut - uups, da sind gar keine drin?
Naja macht nichts, trotz allem gilt weiterhin: "Ein Geisterfahrer? Tausend Geisterfahrer!"

Dann diffamiere mich mal schön, damit du in Übung bleibst. Oder lass es, wenn du kein Mitleid erregen willst. Aber daran (es zu lassen) wird dich deine Beratungsresistenz schon erfolgreich hindern.

Stephan Brunker on :

Netter Rant. Dummerweise ist ein Fehler drin und die von mir gestellte Frage wird nicht beantwortet, stattdessen werde ich persönlich angegriffen. Und noch nicht mal originell, das sind ja mehr Wiederholungen als auf Tele5, alles schon mal dagewesen.

Zuerst mal der Fehler: "Dafür gibt es eben die Demokratie ..." - soeben ist die Klimakonferenz von Scharm asch-Schaich zu Ende gegangen und wer hat blockiert? Russland und China. Super demokratische Entscheidung. Und zwischenzeitlich sind die USA unter Trumps Führung ja mal aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen und Trump hatte auch definitiv nicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Die persönliche Attacke ignoriere ich jetzt mal. Stattdessen kannst Du ja mal die von mir philosophische Frage beantworten. Wenn Du richtig gelesen hättest, habe ich nämlich keine Position bezogen, sondern eine Frage gestellt. Nehmen wir mal ein Land wie die Malediven. Wenn alles so weitergeht wie es aussieht werden die von der Landkarte verschwinden. Wenn ich das richtig sehe wird das auch keins der anderen Länder groß jucken, mit viel Glück bekommt jeder Insulaner eine Kokosnuss aus dem Entschädigungsfonds.

Aber gesetzt den Fall, statt ein paar unterentwickelten Insulanern wäre das ein Land mit strategischen nuklearen Interkontinentalraketen - was dann? So weit hergeholt ist das nicht. Pakistan ist ein Nuklearstaat und die hat es dieses Jahr schwer getroffen. Und Demokratie hin oder her - gut möglich dass sich da schnell eine demokratische Mehrheit für die Eroberung von neuem Lebensraum findet - als Alternative zum Untergang? Aber was ist hier philosophisch vertretbar?

Das "Demokratie" - Argument halte ich mal für sehr problematisch. Adolf Hitler hat die Reichstagswahl 1932 gewonnen und wurde vom ebenfalls demokratisch gewählten Hindenburg mit der Regierung beauftragt. Und bei der Wahl im März 1933 sprang sogar eine echte Mehrheit seiner Koalition dabei heraus. Macht das dann die Entscheidungen Hitlers ethisch korrekt, weil Sie von einer Mehrheit gestützt wurden?

Und ist die Abholzung des Regenwaldes ethisch mal korrekt und mal nicht, je nachdem ob Bolsonaro oder Silva gerade an der Macht sind? Philosophische Grundsatzfragen dürfen sich per Definition nicht einfach so nach Lust und Laune ändern.

Beantworte mir zuerst mal das. Und weil das eine Loose-Loose Frage ist, viel Glück dabei. Alles andere wird gelöscht.

Johnny Doey on :

Tschuldigung dass ich Ihre Frage nicht beantwortet habe, Herr Oberlehrer. Habe ich leider so nirgends in Ihren Nutzungsbedingungen finden können. Macht aber dann sicher der Rest Ihrer viel strebsameren Klasse. (Uups... wo ist die nur?)

Dann löschen Sie das mal und unterhalten sich weiter mit sich selbst. Scheint Ihnen ja auch am besten zu liegen.

Mein Mitleid haben Sie sich nun jedenfalls redlich verdient, auch wenn (zumindest diesmal) im Bereich Diffamierungen noch ein bisschen Luft nach oben gewesen wäre.
Dafür gratuliere ich aber zur erneut vollen Punktzahl im Bereich Beratungsresistenz.
Insofern weiterhin viel Standhaftigkeit auf Ihrer exakt linearen Reise.

Stephan Brunker on :

Oh je, noch mal Wiederholungen ... wenn ich richtig mitgezählt habe sind wir aktuell bei:

3 mal "Beratungsresistenz"
3 mal der Hinweis auf die geringe Anzahl von Followern / einsam
2 mal der Seitenhieb auf Christine Schmitt
2 mal allwissend / Oberlehrer

hat die Schallplatte einen Sprung? Gut, der Atheist wäre neu (wenn ich das vorher nicht irgendwo übersehen habe), wenn ich den Satz mit "ich würde Jesus wirklich gerne mal fragen" nicht ernst gemeint hätte.

Aber ich muss mich wirklich bedanken, dadurch habe ich Philosophie weiter recherchiert. Meine Position ist im wesentlichen utilitaristisch. Das Bundesverfassungsgericht hat hingegen das Luftsicherheitsgesetz von 2005 mit dem Hinweis auf die Menschenwürde gekippt, aber das halte ich für sehr problematisch. Macht man die Menschenwürde absolut, dann landet man schnell in einem ähnlichen Dilemma wie mit der utilitaristischen Betrachtung:

In dem Fall ging es ja um die Möglichkeit (im Lichte der Terroranschläge vom 11. September) ein Passagierflugzeug abschießen zu dürfen um größeren Schaden abzuwenden, das Gericht hat hingegen die Menschenwürde der Passagiere vorangestellt. Was aber, wenn in einem Krieg ein Bomber mit einer Multi-Megatonnenbombe im Anflug auf Berlin ist und der Angreifer packt einfach einen Unschuldigen (oder zwei ... wie viele spielt keine Rolle) mit ins Flugzeug? Nach der Argumentation dürfte man das Flugzeug nicht abschießen weil das die Menschenwürde der unschuldigen Opfer verletzt.

Außerdem hätte das Gericht dann auch den Notwehrparagraphen umschreiben müssen, denn auch der Angreifer hat die gleiche absolute Menschenwürde. Es sei denn wir reden hier von einer egoistischen Auslegung der Menschenwürde - nach dem Notwehrprinzip ist die Verteidigung der eigenen Würde ausdrücklich erlaubt. Also wäre der Flugabwehr am Einschlagort der Abschuss gestattet, dem in der Luft befindlichen Jagdflugzeug hingegen nicht. Es sei denn es ist ein alter B-17 der mit dem MG auf den Jäger schießt. Das ist gelinde gesagt komisch und sehr, sehr gummimäßig.

Der Utilitarismus hat darauf eine einfache Antwort: Wer immer den (widerrechtlichen) Befehl gibt die Unschuldigen zu töten und sehr viel mehr zu retten, opfert sich für die Gemeinschaft in dem er die Bestrafung auf sich nimmt. Oder man ignoriert das 'Verbrechen' und er bekommt einen Orden und ein Denkmal wie Bomber-Harris.

Ein weiteres Problem mit der Absolutheit der Menschenwürde - und damit ein Widerspruch in der Verfassungsrechtsprechung in sich - ist es: danach hätte man die Corona-Maßnahmen nie lockern dürfen. Nachweislich sind im Sommer 2022 dadurch mehr Leute gestorben als im Sommer 2021. Deren Menschenwürde wurde dadurch aber genauso verletzt. Hier wurde aber klar utilitaristisch gehandelt indem die Freiheit der Vielen (80 Millionen) vor den Tod von wenigen (ein paar tausend) gestellt wurde.

Das ändert aber alles nichts an dem von mir aufgeworfenen Dilemma des Utilitarismus - was "richtig" ist wenn die möglichen Folgen beider Entscheidungen nicht klar abzusehen sind.

Und als Bonbon habe ich noch einen Schlag ins Kontor des Kollektivismus (die Sache mit der Demokratie). Die Brexit-Abstimmung ging ja sehr knapp aus und von der Abstimmung bis zur Durchführung hat es ja eine Zeit gedauert. Was bedeutet, dass Menschen für den Brexit gestimmt haben die ihn gar nicht mehr erlebt haben und andere damit leben müssen die ihn nicht wollten, aber zu jung zum Abstimmen waren. Hätte man also alle diejenigen, die demnächst abkratzen würden also überhaupt abstimmen lassen dürfen?

Weil wir es ja schon mal hatten: Bei der Abtreibungsgeschichte haben wir es mit einer klaren egoistischen Auslegung der Menschenwürde zu tun, bei dem das Recht der Mutter über ihre eigene Würde zu entscheiden zumindest eine Zeit lang über die des Fötus gestellt wird, eben analog zur Notwehr. Und diese Position findet sich ja auch zu Hauf im alten Testament - David hat Philister (in Notwehr) eben massenhaft getötet, genauso wie Goliath. Wäre Goliaths Würde hingegen mehr wert gewesen, hätte David ihn nur kampfunfähig machen dürfen anstatt ihn gleich umzubringen.

Und die Bibel ist auch ausgesprochen utilitaristisch: Im Fall von Sodom und Gomorra hat Gott überhaupt kein Problem damit, neun Unschuldige mit zu vernichten, als Kollateralschäden. Erst bei zehn würde er es sich anders überlegen und Abraham musste Gott von 50 erst mal runterfeilschen (seit wann feilscht man um ethische Grundsätze?). Und man muss sich mal überlegen, was für Sünden schlimm genug sind um die kollektive Todesstrafe zu rechtfertigen. Und Gott ist hier auch nicht allwissend sondern schickt ein Ermittlerteam, aber diese bemühen sich auch nicht wirklich alle Unschuldigen zu finden. Zwar wollen 'alle' Männer der Stadt Lots Haus stürmen, aber was ist mit den Frauen (Sodomie ist für Frauen schon alleine technisch kompliziert)? Der Schwefel regnet und das klingt alles nach dem Motto: "die Unschuldigen von denen wir nichts wissen zählen nicht mit" ...

Und falls es jemandem auffällt: Die Bibel hält offensichtlich überhaupt nichts von Kollektivismus und Demokratie. Es gab ja in Sodom und Gomorrha eine ganz klare Mehrheit für das was sie gemacht haben und kollektivistisch betrachtet wäre das ja voll in Ordnung gewesen.

Johnny Doey on :

"Der Himmel ist rund, sieht doch jeder!" sprach der Frosch im Brunnen.

Machs gut, Richter über die Götter!

Stephan Brunker on :

Noch ein Nachtrag, warum Kollektivismus im Sinne unserer heutigen parlamentarischen Demokratie zum Scheitern verurteilt ist: die ständig wechselnden Mehrheiten machen langfristige Strategien unmöglich. In den USA wechseln die Mehrheiten regelmäßig bei den Midterms, in Deutschland schauen die Parteien im Bundestag auf die jeweils nächste Landtagswahl. Alleine seit der ersten Klimakonferenz 1995 in Berlin gab es in Deutschland fünf verschiedene Regierungen mit völlig unterschiedlichen Ausrichtungen und Schwerpunkten, wie soll man da langfristige, tiefgreifende Umwälzungen planen und umsetzen? Selbst die Regierung Merkel hat ihre Energiepolitik zwischenzeitlich um 180 Grad gedreht. Und das ist ja nur ein Land von 193. Global ändert sich ja praktisch täglich etwas.

Diktaturen sind auch keine Alternative weil praktisch alle Diktaturen Selbstbereicherungssysteme sind. Zuerst bereichert sich der Diktator, dann seine Familie (oder Partei), dann noch sein Stamm und der Rest geht den Bach runter. Primärziel jeder Diktatur ist zuallererst mal der Machterhalt und damit die Unterdrückung Andersdenkender. Die einzige mir bekannte Quasi-Diktatur die utilitaristische Züge hat wäre Singapur, das Ziel war da immer die Generierung von allgemeinem Wohlstand und friedlichem Zusammenleben der verschiedenen Ethnien was auch soweit geklappt hat. In jüngerer Zeit wird aber auch die dortige Alleinregierungspartei immer autoritärer.

Und auf den ersten Kommentar zurückzukommen: nein, als einzelner Spinner würde ich die Welt nicht retten, selbst wenn ich es könnte. Anders als bei den besagten Diktaturen und in den meisten Demokratien habe ich eine völlig andere Definition von Macht - nämlich den der Verantwortung im utilitaristischen Sinn. Auf Deutsch: Wenn ich die Macht hätte, dann würde ich mich völlig bei dem Versuch aufreiben, die bestmögliche Welt für alle Menschen daraus zu machen ohne selbst etwas davon zu haben. Ganz davon zu schweigen, dass man für eine solche Mammutaufgabe eine Pyramide von Teams für die verschiedenen Aufgabenbereiche bräuchte, die aber mit den genau richtigen Menschen besetzt sind damit sich alles reibungslos koordinieren lässt. Das gibt alles nur Stress und Selbstaufopferung und das ist es mir nicht wert. Da müsste die Welt schon sehr hartnäckig und sehr lange bitten und ich müsste überhaupt mal einen gangbaren Weg sehen bis ich mich breitschlagen lassen würde. Was Sie natürlich niemals tun wird.

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